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Ein MTB Fotograf aus Salzburg

Die News, die ich in meiner Jugend verfolgte, bestanden aus den Ergebnissen von Events, Platzierungen im Downhill und Worlds Firsts im Slopestyle. Meine Wände zu dieser Zeit zierten Bilder von ikonischen Abfahrten beim Downhill oder bekannte Fahrer, die in fernen Ländern auf einem malerischen Trail zu finden waren. Der MTB Fotograf gewährt Zuschauern und Zuschauerinnen die Möglichkeit, an der Szene, den Events und allem, was in der Mountainbike Welt passiert, teilzunehmen. Der Szene wird eine Bühne geboten und der MTB Fotograf bestimmt das Ausmaß des Sichtbaren. Mein Blick auf die Szene – also die ganze MTB Community – glich einem großen aber löchrigen Puzzle. Die Mountainbike Fotografie, wie sie in den Magazinen meiner Jugend abgebildet wurde, half mir Ausgabe für Ausgabe dabei, dieses Puzzle zu vervollständigen. Mein erstes Mountainbike hatte ich mit 16, meine erste Kamera mit 18. Und da der Begriff MTB Fotograf nicht sonderlich geschützt ist, darf ich mich wohl seit meinem 18. Lebensjahr MTB Fotograf nennen – schließlich hatte ich ja alle Kriterien erfüllt. Ich begann Freunde auf und neben dem Mountainbike zu fotografieren, Urlaube und Events zu dokumentieren und die Kompositionen meiner Idole wie Dan Milner, Mattias Fredriksson, Paul Masukowitz uvm. wie eine Maske über die norddeutschen Trails zu stülpen.

Begriffe wie Action und Geschwindigkeit fallen immer am Anfang beim Versuch, Mountainbiken zu erklären – wahrscheinlich ein Grund dafür, dass Fahrer und Fahrerinnen nicht immer mit offenen Armen empfangen werden. Nach einem langen Tag auf dem Enduro kann Mountainbiken kann aber auch völlige Stille bedeuten, sobald alle beisammen ums Feuer sitzen und mehr mit sich und dem morgigen Trail als mit großen Worten beschäftigt sind.

Meine Szene damals bestand aus einem Trail am Müllberg, einige begeisterte Fahrer und viele geklaute Spaten aus den elterlichen Garagen. Die MTBFotografie hat mich und meine Enduro schon in viele Länder gebracht und trotz teils heftiger Regenschauer und niedriger Temperaturen blicke ich auf alle Events, Trails und Erinnerungen mit einem Lächeln zurück. Ganz gleich, ob die fahrbaren Untersätze Downhill-, Enduro- oder Trailbikes waren. Ein Mountainbike kann eine Art menschlicher Türöffner sein, einfach weil das Sportgerät bereits so viel von einem Menschen preisgibt. Das können auf der einen Seite Gleichgesinnte sein, die die Freuden teilen oder auf der anderen Seite Fremde, die sich auf der Suche nach der Antwort: wie es die Fahrerinnen und Fahrer überhaupt bis hier geschafft haben, verwundert umblicken. In beiden Fällen sind es die Länder, Menschen und Gewohnheiten, welche auf diesen Trips im Gedächtnis bleiben – und wie aus Zauberhand hat irgendwer dann immer eine Flasche Schnaps dabei. Als MTB Fotograf will ich genau das zeigen. Die Momente zwischen: „holy shit, das war ein bisschen zu schnell!“, und: „ich kann nicht mehr, meine Oberschenkel sterben!“.

Auf meinem Blog teile ich einige meiner Stories – schau doch mal vorbei. Andernfalls hätte ich noch Bilder im knietiefen Powder oder von einigen Events im Angebot. Falls du noch Fragen hast, schreib mir einfach eine MAIL oder lass dich von einigen unserer Produktionen mit FADED. inspirieren.

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